Liquids – Mein Einstieg

Vor Kurzem habe ich also meine erste E-Zigarette erhalten. Dabei waren Liquids aus China. Jedes hat gut 1 Euro gekostet bei einer Füllmenge von 10 ml. Ich wollte auf jeden Fall ganz günstig anfangen und dachte, dass das zum Probieren allemal reichen würde. Doch noch bevor diese Sendung bei mir ankam, war ich so enthusiastisch und euphorisch, dass ich noch mehr Liquids, zwei Verdampfer und einen Akku mit regelbarer Spannung bestellt hatte.

Doch zuerst füllte ich meine „Dampfe“, wie das Gerät von „Insidern“ genannt wird, was ich jedoch relativ albern finde, mit dem ersten Liquid meiner Wahl.

Kaffee, Menthol und Butterscotch von verschiedenen Herstellern.

Kaffee, Menthol und Butterscotch von verschiedenen Herstellern.

Kaffee-Geschmack vom Hersteller Hangsen: Ich war nicht wirklich begeistert, hatte deutlich mehr Geschmack erwartet. Also entleerte ich den Clearomizer, wie sich die Kombination aus Verdampfereinheit und Tank mit Plastikgehäuse nennt, mit Hilfe einer kleinen Flasche samt Tröpfelspize. Nach ein paar Zügen hatte ich das Gefühl, dass kaum noch Kaffee-Liquid an der Heiz-Wendel sein konnte und füllte das nächste Liquid ein.
Dabei handelte es sich um Menthol-Liquid von Pirate, welches ich leider mit 18mg Nikotin je ml bestellt hatte. Denn ich muss gestehen, dass ich darauf bei meiner ersten Bestellung gar nicht geachtet hatte. So füllte ich also etwas in den Tank ein und zog mehrmals Luft durch den Verdampfer. Anfangs war noch ein wenig Kaffee-Geschmack vorzufinden, doch nach ein paar Zügen stellte sich dieser ein. Sodann schmeckte ich nichts außer einer gewissen Schärfe, wie sie Menthol wohl inne hat, wenn es nicht mit einem anderen Geschmack abgestimmt wird. Dabei war das Aroma zwar stark aber nicht wirklich angenehm. Ich fand also auch hieran nur wenig Genuss und wollte sogleich zu meinem dritten und letzten Liquid wechseln.
Butterscotch von Hangsen. Erneut leerte ich den Tank und befüllte ihn mit etwas Liquid. Leider war der Menthol-Geschmack viel langanhaltender als der des Kaffees, weshalb ich schnell bereute dieses zuvor probiert zu haben. Obendrein wünschte ich mir noch einige Clearomizer zum Wechseln mitbestellt zu haben. So hätte ich gar nicht erst anfangen müssen etwas zu leeren und neu zu befüllen. Ein einfaches Ab- und wieder Aufschrauben hätte genügt. Wieder etwas gelernt.

Jedenfalls muss ich sagen, dass ich hier Freude am Geschmack fand. Das Liquid enthält zwar auch relativ viel Nikotin (16mg/ml) und kratzt daher beim Inhalieren, aber ansonsten ist der Geschmack wirklich lobenswert. Sollte ich dieses Liquid mal geleert oder entsorgt haben, so würde ich es erneut bestellen. Zumal es bei den äußerst geringen Anschaffungskosten ohnehin kaum möglich ist sich über eine „Fehlbestellung“ zu ärgern.

Zu diesem Zeitpunkt schrieb ich das Kratzen beim Inhalieren noch dem Dampfen an sich zu und hatte noch nicht erkannt, dass es sich dabei um den von echten Rauchern erwünschten „Kick“ handelt. In Zukunft werde ich also darauf achten, möglichst kein oder wenig Nikotin in den Liquids zu haben.

An dieser Stelle kann ich also sagen, dass alle drei Liquids ihr Geld wert sind. Zwar war ich von der Intensität etwas enttäuscht, jedoch konnte ich dies bei einem so günstigen Preis auch nicht anders erwarten. Es sollten meine ersten Liquids sein, um überhaipt zu probieren, ob mir das Dampfen mit einem besseren Einsteigergerät besser gefällt.

Ich war also schon angenehm überrrascht und musste unbedingt mehr bestellen. Weitere Geschmacksrichtungen waren bereits auf dem Weg aus China zu mir. Jedoch dauert der Versand erfahrungsgemäß gut 20 Tage, wenn nicht alles auf Lager ist auch gerne 30 Tage. Außerdem wollte ich prüfen, ob andere Hersteller doch hochwertigere Produkte anbieten. So entschied ich mich für die folgenden Liquids von American Stars und Starbuzz:

American Stars und Starbuzz Liquids.

American Stars und Starbuzz Liquids.

All diese Liquids bestellte ich ohne Nikotin und daraus lernte ich dann auch, dass der bereits oben beschriebene „Kick“ dem Nikotin zuzuschreiben ist, denn bei diesen Liquids war kein Kratzen zu verspüren: toll!

Ich muss gestehen, dass ich einzig und allein auf die unheimlich hübschen Etiketten angesprungen bin. Dies war für mich der Hauptgrund, aus dem ich mich für diese Liquids entschieden habe. Es sei angemerkt, dass es wirklich schwierig ist andere Faktoren mit einzubeziehen. Immerhin kann man im Internet nichts probieren und die Bewertungen anderer Käufer müssen sich noch längst nicht mit den eigenen Eindrücken decken, wie ich später noch lernen sollte. Möchte man Böses unterstellen, so sei auch angemerkt, dass die Bewertungen anderer Käufer teilweise auch vom Verkäufer erstellt worden sein können. Oder dieser schaltet nur positives Feedback auf seiner Seite frei. Somit wird es sehr aufwändig ein realitätsgetreues Bild von Liquids zu bekommen, da man auf Foren und andere Quellen angewiesen ist.

Nun testete ich also wieder los. Jedes der Liquids von American Starts kostet circa 5 Euro und alle sind gut. Besonders loben möchte ich an dieser Stelle Blue Berry Cheesecake, welches wirklich sehr, sehr lecker ist. Es schmeckt leicht nach Blaubeere aber eben auch ein wenig sahnig.
Peanut Butter Cup schmeckt mir persönlich zu sehr nach Banane und nicht nach dem erhofften Geschmack. Das Liquid hielt so zwar nicht, was es versprach, schmeckt jedoch trotzdem.
Daran reiht sich sogleich Coco Choco ein, welches sehr mild nach Kokos mit etwas Schokolade schmeckt. Aber nur sehr dezent.
Zu guter Letzt wäre noch Peach’s Peaches zu erwähnen, welches prima nach Pfirsich-Shampoo duftet und sehr künstlich anmutet. Es ist wunderbar süß, was mir gut gefällt.

Von diesen Liquids würde ich auf jeden Fall Blue Berry Cheesecake wiederbestellen. Sobald es leer ist, was sicher noch lange dauern wird, werde ich versuchen eine Alternative zu finden oder es nochmals bestellen.

Negativ überrascht war ich leider von der Queen of Sex von Starbuzz, diese kostete immerhin fast 7 Euro und kommt in einer sehr aufwändigen Flasche samt Pipette daher. Für meinen Verdampfer ist dies zwar eher nachteilig, aber das ist eher meine Schuld. Geschmacklich war ich jedenfalls nicht zu überzeugen. Das Liquid war das teuerste, riecht sehr exotisch und schmeckt wie eine Shisha. Nichts besonderes, wie ich finde. Schon fruchtig, aber einfach undefinierbar in den einzelnen Komponenten. Schade bei den Kosten. Für den Preis eines Liquids aus China würde ich es vielleicht nochmal bestellen, aber es gibt so viele bessere Aromen, dass ich doch eher anderes dampfen würde. Oben erwähntes Blue Berry Cheesecake zum Beispiel.

Nach diesem ersten Test, oder viel mehr Tests, lässt sich festhalten, dass es sich auf jeden Fall lohnt viel auszuprobieren. Günstiges muss nicht unbedingt schlecht sein und nur weil ein Liquid teuer ist, heißt es noch lange nicht, dass es auch schmecken muss.

2 comments for “Liquids – Mein Einstieg

  1. David Canturiense
    24. Mai 2016 at 8:34

    Das dir Queen of Sex von Starbuzz nicht geschmeckt hat liegt haubtsächlich daran, dass dass was man da auf dem Bild sieht eine Billigclone aus China ist, das überhaubt nichts mit dem Original zu tun hat! Das Original von Starbuzz gibt es nur in 15ml und (selten) 30 ml Flaschen. Eine neue 10ml Version wegen der TPD2 ist in Planung!

    • Rudolph
      23. Februar 2017 at 15:44

      Hi, ich hab’s damals tatsächlich in einem deutschen Shop bestellt. Da lässt sich dann leider nicht nachvollziehen, ob ich als Kunde mit billigeren Klonen getäuscht werde…

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