Liquidrechner – Die Anleitung

Aktuell habe ich leider wenig Neues zu berichten, da ich aber dennoch etwas posten wollte, habe ich mich mal daran gemacht meinen Liquid-Rechner zu erklären. Dieser hat nämlich einiges an Funktionen, was andere nicht haben. Somit ist er der wahrscheinlich beste, den man aktuell verwenden kann.

Doch nun zu den wichtigsten Funktionen:

  1. Berechnung der Bestandteile
  2. Verwendung von fertigen Liquids
  3. Abspeichern des Resultats
  4. Persönlicher QR-Code zum Rezept
  5. Label-Erstellung für das Gebinde
  6. Berechnung der Kosten
  7. Kein ständiges Neu-Laden der Seite

Aus den Prozentangaben die Milliliter zu berechnen, welche zum Mischen zu verwenden sind, kann jeder halbwegs gute Liquid-Rechner. Auch die Kostenkalkulation gehört zum Standard. Aber dieser Rechner punktet ganz klar, wenn es um den Komfort geht: Erstellt man ein Liquid, so kann man ein Etikett für das Gebinde generieren lassen. Doch mehr dazu weiter unten.

Beispiel für ein zu mischendes Liquid.

Beispiel für ein zu mischendes Liquid.

Allgemeines:
Die Spalte „Vorgaben“ enthält Buttons, welche gängige Kombinationen an Prozentwerten in die entsprechende Zeile einfügen. Wird der Curser eine kleine Weile über einen Button gehalten, so erscheint ein informatives Fenster. Die blau unterlegten Worte sind Links, welche Pop-Ups öffnen, in denen hilfreiche Informationen zur jeweiligen Komponente nachgelesen werden können.

Im oberen Bereich 1 des Bildes können die Daten der zur Verfügung stehenden Liquid-Grundlagen angegeben werden. Also die Basis, eine Mischung aus PG, VG und Wasser, welche üblicherweise nikotinhaltig ist. Weiterhin PG, VG, Wasser und ein Aroma. In kommenden Versionen wird es möglich sein mehr als ein Aroma anzugeben.
Die hier zu machenden Angaben wirken sich entscheidend auf die berechneten Mischverhältnisse aus. Daher sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Zusammensetzungen der einzelnen Flüssigkeiten auch wirklich richtig sind.
Die Angabe zum Nikotingehalt der Basis erfolgt in mg/ml. VG, PG und Wasser werden jeweils prozentual angegeben.

Als Faustregel gilt: PG ist ein besserer Geschmacksträger als VG, erzeugt jedoch weniger Dampf. VG sorgt für den Dampf, ist jedoch zähflüssiger als PG, weshalb es nicht pur verwendet werden sollte, zumindest nicht in Tankverdampfern, da die hohe Viskosität ein schnelles Nachfließen zur Heizspule verhidnert, was zu verbrannter Watte und unangenehmen, im Hals brennenden, Dämpfen führt.
Die Angabe der Zusammensetzung von VG, PG und Wasser beim Aroma spielt für das Abmischen keine entscheidende Rolle, wird jedoch verwendet, um das Gewicht der Anteile zu errechnen. Sinn dahinter ist, dass man auch mit einer Feinwaage mischen kann.
Die Angabe einens Preises bezieht sich auf das nächste Feld, in dem die Menge in ml angegeben werden kann. Im Bild oben wurde beispielsweise eine Basis eingesetzt, welche 80 Euro pro Liter kostet.

Die folgenden Zeilen, mit 2 gekennzeichnet, ermöglichen die Eingabe der Daten von bereits vorhandenen Liquids. Dies ist eine Funktion, die ich bisher noch nirgends finden konnte. Für mich ist sie jedoch ganz besonders wertvoll, denn sie ermöglicht es, ein bereits vorhandenes Liquid als Basis zu verwenden oder mehrere davon zu mischen und zusätzlich mit Aromen zu verfeinern. Auf diese Weise lassen sich Liquids ganz einfach verfeinern oder wiederverwenden.

Betrachten wir den Abschnitt 3. Hier erfolgt die Angabe des abzumischenden Liquids. Wie im Bild gut zu erkennen, müssen Aroma, PG, VG und Wasser in Summe 100% ergeben. Abweichende Werte werden mit einer roten Markierung hervorgehoben. Die Angabe des Nitotingehalts ist obligatorisch. Zu guter Letzt ist noch die gewünschte Menge anzugeben.

In Abschnitt 4 kann der Anteil der Fertigliquids eingegeben werden. Das Beispiel im Bild verwendet drei Liquids zu je 10%, sodass zum Abmischen und Erreichen der in Abschnitt 3 gegebenen Werte nur noch 70% der Ziel-Liquid-Menge zur Verfügung stehen.

Folglich ist in Abschnitt 5 zu sehen, dass eine Zielmenge von 100ml erreicht wird und dabei auch die Anteile von PG, VG und Wasser stimmen. Ansonsten würde sich eine Liquidmenge von mehr als 100ml ergeben. Was jedoch nicht eingehalten wird ist der Zielwert für den Nikotingehalt. Dieser liegt bei 4.2 mg/ml. Was mehr als doppelt so viel ist, wie geplant. Der Grund hierfür liegt in der Verwendung der hohen Anteile von Fertig-Liquids.
Da 10% je Fertigliquid verwendet werden sollen, müssen jeweils 10ml in das Endliquid einfließen. Somit liegen bereits 420mg Nikotin vor. Auch wenn nun kein weiteres Nikotin beigemischt wird, was daran zu erkennen ist, dass keine Basis verwendet wir, ergibt sich daraus ein Gehalt von 4.2mg/ml für die Zielmenge von 100ml. Um den Nikotingehalt zu reduzieren, müssen kleinere Mengen der Fertig-Liquids angegeben werden. Um ihn zu erhöhen würde der Rechner Basis beimischen. Dies ist auch im kommenden Bild zu erkennen. Hier wurden 12mg/ml als Zielwert gewählt, welcher auch problemlos erreicht wird.

Die bis angezeigten Mengen, Gewichte und Preise sind hinreichend genau gerundet. In Abschnitt 6 kann jedoch die Anzahl der Nachkommastellen angepasst werden.

Hier wurde ein Liquid mit 6mg/ml angemischt.

Hier wurde ein Liquid mit 6mg/ml angemischt.

Abschließend kann in Abschnitt 7 noch ein Name vergeben werden. Ein Klick auf den Button Label erstellen erzeugt ein Etikett, wie im kommenden Bild beispielhaft dargestellt.

Label mit QR-Code

So, oder so ähnlich sieht das automatisch generierte Label aus. Es enthält auch einen QR-Code.

Dieses kann nun ausgedruckt werden. Es enthält nur die Mischvorgaben und den Nikotingehalt. Außerdem natürlich den zuvor gewählten Namen. Neben meinem Portrait befindet sich zusätzlich ein QR-Code. Scannt man diesen mit seinem Smartphone ein, so gelangt man umgehend zum Liquid-Rechner, welcher bereits mit den für dieses Liquid gemachten Angaben vorgeladen ist.
Auf diese Weise muss nicht immer alles neu eingeben werden, sondern nur die Zielmenge und die vorhandenen Komponenten angepasst werden.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass das Erstellen und Auswerten der Labels nur für eingeloggte Benutzer zur Verfügung steht. Ein Account ist kostenlos und unverbindlich. Ich habe mich dazu entschieden ihn erforderlich zu machen, um die erstellten Liquids ihren Erstellern eindeutig zuordnen zu können.

Ist man angemeldet und eingeloggt, so kommt man über den Menüpunkt Liquid unmittelbar zur persönlichen Übersicht an gemischten Liquids.

Archiv selbst gemischter Liquids.

Eine Tabelle mit allen selbst angelegten Liquids. Mit Links zu den QR-Codes und Möglichkeit zum Löschen.

Hier sind alle Liquids gelistet. Ein Klick auf den Namen lädt neuerlich den Liquid-Rechner mit den vormals gemachten Angaben. Ein Klick auf das X in der letzten Spalte, löscht den Datensatz.

Derzeit ist es nicht vorgesehen QR-Codes anderer Benutzer auswerten zu können. Somit kann jeder Benutzer seine eigenen Liquids anlegen und auch nur er hat Zugang zu den detaillierten Daten.

Über weitere Anregungen und Feedback im Allgemeinen freue ich mich immer. Der Rechner soll sich noch weiterentwickeln. Vorstellbar wäre z.B. das Hochladen eigener Logos für das Label. Die Mühe würde ich mir jedoch nur machen wollen, wenn auch Bedarf besteht.

 

Viel Spaß beim Mischen!

Hier geht’s direkt zum Rechner!

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