Endlich Urlaub!

Nach all den vielen Beiträgen zum Thema Dampf ist der Bann hiermit nun wieder gebrochen.

Es geht um unseren wunderschönen Urlaub in Palma de Mallorca.

Ausblick auf den Strand am Ballermann 6 auf Mallorca

Ausblick auf den Strand am Ballermann 6 auf Mallorca

Dazu vielleicht vorab ein paar Worte: Ich war noch nie ein großer Strand-Urlauber.
Ich mag es auch nicht so besonders warm und fühle mich in milderem Klima eigentlich sehr wohl. Doch nach unserem letzten Urlaub in Paris, wollte meine Frau endlich Sonne satt. Reiner Strand-Urlaub stand natürlich auch für sie nicht zu Debatte – Viel zu langweilig.

Ich wäre gerne weit weg: Japan, als Traumziel blieb jedoch unerreichbar. Erst galt es die Flugangst meiner Frau zu bezwingen. So entschieden wir uns also für einen Urlaubsort mit vorhersehbar gutem Wetter, der in unter zwei Stunden Flugzeit zu erreichen ist: Mallorca.
Wir buchten uns in einem kinder-freien Stadthotel ein Zimmer und wollten von dort aus zwei Wochen lang die Stadt erkunden und natürlich auch den Strand besuchen. Die Stadt hat zahlreiche Museen zu bieten, viele Kirchen und natürlich die wunderschöne Kathedrale in Hafennähe. Auch kulinarisch war einiges zu erwarten. Wir gingen davon aus, dass mein bis dahin noch recht tapfer durchgehaltener veganer Lebensstil sich dort nicht umsetzten lassen würde, was sich auch bewahrheiten sollte.

Ich möchte diesen Beitrag dazu nutzen diese zwei sehr schönen Wochen nochmals Revue passieren zu lassen und auch die kritischen Aspekte festhalten. Der Text ist nicht streng chronologisch aufgebaut.

 

Ankunft: Oh wie sonnig!

Wir flogen mit Air Berlin in einer Boing 737 von Baden-Baden direkt nach Palma. Panisch, wie ich immer bin, bestand ich darauf, wie gebeten, zwei Stunden vor Abflug ein zu checken und dann im Gate-Bereich die Zeit tot zu schlagen. Was in Frankfurt oder New York Nerven spart, ging mir dieses Mal jedoch ein wenig auf eben selbige. Wir waren tatsächlich pünktlich und die Einzigen beim Check-In. Das gleiche Spiel bei den Sicherheitskontrollen. Wir mussten nirgends warten und waren folglich eine Stunde und 55 Minuten zu früh im Gate-Bereich. Dieser ist in Baden-Baden erwartungsgemäß winzig.

Wartebereich am Baden-Airport

Wartebereich am Baden-Airport

Also sahen wir zu, wie die Passagiere eines früheren Fluges mit dem Bus zum Flieger gebracht wurden und warteten dann weiter, bis auch wir uns in einen Bus zwängen mussten, um gefühlte 100 Meter auf das Rollfeld gefahren zu werden. Dort bestiegen wir den Flieger und waren doch angenehm von der Geräumigkeit der Sitze überrascht.
Der Flug ging gut rum und wir kamen ohne größere Turbulenzen durchlebt zu haben im sonnigen Palma de Mallorca an, nahmen dort unser Gepäck in Empfang und bestiegen einen Linienbus, der nach circa 20 Minuten Fahrzeit direkt an unserem Hotel hielt. Leider war der Bus natürlich total überfüllt aber dafür ging das Einchecken im Hotel problemlos vonstatten. Eine Busfahrt vom Flughafen nach Palma ist sehr günstig zu haben: 3 Euro pro Person.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, welches übrigens genau das war, was im Katalog zu Werbezwecken verwendet wurde, fiel uns vor Allem auf, dass der Raum doch schon deutlich abgewohnt war. Die Armaturen im Bad waren wirklich nicht mehr schön anzusehen und hätten längst ausgetauscht werden müssen. Ein Gespräch mit der freundlichen Rezeptionistin, welche wohl auch die Hotelmanagerin war, brachte leider keine Abhilfe, da wohl alle Zimmer in diesem Zustand wären.
Wir erkundeten noch die Stadt, welche sich von unserem Hotel aus sehr gut erschließen ließ, fanden dabei einen Müller-Markt mit komplett deutschem Sortiment und wollten daran anschließend auch schon wieder ins Hotel, um unsere gebuchte Halbpension in Anspruch zu nehmen. Diese hatten wir mitgebucht, da wir im Internet viele positive Bewertungen dazu gelesen hatten und es preislich nicht den Rahmen sprengte. Doch als wir uns dann im Speisesaal einfanden, waren wir komplett allein. Die Speisekarte war ein schlechter Scherz. Sie war deckungsgleich mit der Karte des Zimmerservices, was eine Auswahl von fünf Gerichten zur Folge hatte. Wir hatten jedoch 14 Tage gebucht und es gab nichts ohne Fleisch. Also musste erneut die Rezeptionistin/Managerin zu Hilfe gebeten werden. Wir konnten dann ohne großes Gezeter die Halbpension stornieren. Schade, dass es so früh bereits so gravierende Abweichungen vom gebuchten Angebot gab. Später würde sich aber noch Alles zum Besseren wenden.
Nach dem Essen machten wir uns auf zum Strand, da wir diesen trotz eintretender Dämmerung auf jeden Fall noch sehen wollten.

 

Stornierungswünsche: Ohne Worte…

Am Vortag hatten wir uns noch entschieden der Reiseagentur umgehend zu melden, dass wir die Halbpension streichen lassen mussten. So telefonierten wir mehrmals mit verschiedenen Personen und Agenturen, einer verwies auf den anderen und schließlich gaben wir auf. Das schönste war der Reiseagent vor Ort. Ein Gedankenprotokoll zu unserem Telefonat:
Meine Frau: „Sind sie Herr x?“
Herr x: „Kommt drauf an.“
Meine Frau: „Hotel Beds gab uns diese Nummer, es geht um … (siehe oben)“
Herr x: „Da bin ich nicht zuständig. Das muss die Reiseagentur klären“
Ich versuchte also direkt dort jemanden zu erreichen, die verwiesen wieder an Herrn x, den ich dann nicht mehr erreichen konnte. Seine Nummer war plötzlich nicht mehr verfügbar.

So schrieben wir also eine E-Mail mit einem Bild der Speisekarte, baten die Rezeption um eine schriftliche Bestätigung für die Stornierung und hoffen darauf, dass alles gut geht. Es gab jedenfalls eine schnelle Eingangsbestätigung für unsere E-Mail. Dem Dokument vom Hotel mussten wir noch drei Tage hinterher laufen und immer wieder nachfragen, bis es dann irgendwann unter der Tür hindurch geschoben wurde. Trotz all unserer Bemühungen blieb leider ein unsicheres Gefühl, ob wir denn nun eine Erstattung der Halbpension erhalten würden oder nicht.

 

Kultur Pur

Palma bietet unglaublich viele Sehenswürdigkeiten. Wir haben sicherlich nicht alle besucht aber zumindest alle etwas bekannteren.

Kathedrale von Palma

Kathedrale von Palma. Ansicht des mittleren Kirchenschiffes.

Ein Besuch der Kathedrale lohnt sich auf alle Fälle. Der Audio-Guide kostet nichts extra und ist sehr informativ. Natürlich ist auch die Kathedrale selbst äußerst sehenswert. Wenn möglich würde ich auch jeder Zeit wieder all die anderen Kirchen besuchen. Wir sind tatsächlich in jeder gewesen, die wir gefunden haben. Interessant ist, dass alle (bis auf eine) über ein sehr schönes Rosetten-Fenster verfügen. Aber auch ansonsten sind sie in sehr gutem Zustand und kunsthandwerklich tadellos.

Beim Besuch der Kathedrale sollte man unbedingt darauf achten, dass man nicht aus versehn den Königspalast besucht, der direkt nebenan liegt. Dieser ist teurer, es darf nicht fotografiert werden und ein Audio-Führer kostet 7 Euro Aufpreis. In diesem Gebäudekomplex können die alten königlichen Gemächer besichtigt werden. Es sind sehr viele Wandteppiche ausgestellt. Leider alle bereits stark ausgefärbt. Ansonsten gibt es nebst zahllosen Gemälden von schlachtfertigen Tieren des Waldes nicht viel zu sehen. Die Räume sind nett und die kleine Kapelle hat auch Charme. Jedoch dürfen die meisten Räume nicht begangen werden. Man geht also nur durch die Tür und kann sich aus der Distanz einen Eindruck vom Leben zu Hofe machen. Durch dieses Museum waren wir leider schnell hindurch.

Ein Besuch des Castells Bellver (4 Euro) offenbart einen schönen Blick auf die Stadt.

Blick vom Castell Bellver über Palma de Mallorca.

Blick vom Castell Bellver über Palma de Mallorca.

Ansonsten gibt es dort leider relativ wenig zu sehen. Einige Räume sind wie Museen eingerichtet. Leider ist die Beschilderung großteils nur in Spanisch vorhanden. Größere Artikel auch in Englisch.

Der Besuch des Castells kann mit der Bus-Sightseeing-Tour (30 Euro) kombiniert werden. Diese bietet ansonsten nicht viel außer dem schönen Gefühl von frischem Fahrtwind im Gesicht. Interessant wird diese Tour lediglich in ihrem westlichen Ausläufer, der jedoch nicht mit jeder Runde befahren wird. Dort zwängt sich der Bus bergauf, bergab duch sehr enge Gassen. Der Ausblick ist dabei dann doch überraschend schön. Der Rest der Fahrt ist unspektakulär, wenn man bereits ein oder zwei Tage in der Stadt verbracht hat. Für meinen Geschmack war die Fahrt recht kostspielig, auch wenn das Ticket 24 Stunden gültig ist. Der Audio-Führer ist nett gemacht aber ich konnte mir davon kaum etwas merken. Wer aufmerksam die Museen besucht, erfährt dort auch alles Wissenswerte. So man keinen Wert auf eine Freiluftfahrt legt, kann auch der normale Bus genutzt werden. Dieser kostet pro Strecke nur 1.50 Euro und den Sightseeing-Bus verlassen die meisten Gäste doch nur am Castell und an ihrem Zustiegspunkt.
Da der Bus nur in einer Richtung verkehrt sollte darauf geachtet werden, die Haltestelle, die man zum Ausstieg nutzten möchte nicht zu verpassen. Ansonsten muss man ziemlich weit laufen oder eine komplette Runde drehen.

Sitzt man bereits im Sightseeing-Bus, kommt man vielleicht in Versuchung am Freilicht-Museum aus zu steigen. Der Eintritt liegt bei 6 Euro und diese Art Freilichtmuseum besteht aus nichts anderem als begehbaren, leeren Gebäuden. Es existieren keine dekorativen Gegenstände oder Beschilderungen, sodass hier für diesen Preis fast nichts geboten wird.
Ähnlich sieht es mit dem großen Einkaufszentrum Porta Pi aus. Es wird auch in der Route angefahren und ist ein typisches unterdurchschnittliches Einkaufszentrum. Es gibt keine interessanten Geschäfte und das Ambiente ist eher schlecht und trist.

Das Museum für moderne Kunst Esbaluard überzeugt mit seinen sehr schönen und zahlreichen Gemälden und Installationen.

Têtes de sardines von Miquel Barceló (1999)

Têtes de sardines von Miquel Barceló (1999)

Hier findet auch derjenige etwas, was gefällt, der sich nicht für moderne Kunst begeistern kann. Neben vielen Werken von Picasso und Künstlern, die auf Mallorca gelebt haben, gab es zu der Zeit unseres Besuches eine ziemlich gruselige Installation mit einer aufgeschnittenen Gips-Kuh, aus der Licht-Gedärme auf den Boden stürzen. Nebenbei läuft das Video einer Schlachtung in der Endlosschleife. Wirklich sehr verstörend! Das Untergeschoss wartete mit einem aktuellen Thema auf: Flüchtlinge und ihr Weg über das Mittelmeer.

Eine weitere moderne Installation konnte auch unten an der Strandpromenade aufgesucht werden. Ein sich drehender Spiegel und eine Vielzahl künstlicher Schädel. Die Installation wirkt künstlich minimalistisch und das Ambiente ist mehr gezwungen, als ansprechend. Es vermittelt, für meinen Geschmack, zu stark den Eindruck Kunst sein zu wollen, als es einfach zu sein. Immerhin war der Eintritt frei.

Da ich oben bereits über die wunderschöne Kathedrale schrieb und erwähnte, dass auch alle weiteren Kirchen sehr sehenswert sind, soll vor allem die moderne Kirche nahe dem Ballermann nicht unerwähnt bleiben.

Beinahe 360° Aufnahme des Altarraumes.

Beinahe 360° Aufnahme des Altarraumes.

Der eigentlichen Kirche schließt sich ein kleines Museum an, welches recht wild zusammengewürfelt wirkt. Ein Großteil dieses Museums beschäftigt sich jedoch mit Mallorca und wie dieses zur Tourismus-Insel wurde. Neben den aktuellen Daten gefielen uns auch sehr die religiösen Gemälde. Doch das alles wurde vom runden nochmals Hauptraum übertroffen. Dieser ist an den Seiten zu circa 90% verglast und stellt auf wunderschöne Weise Szenen aus der Bibel dar. Dieser Besuch hat sich sehr gelohnt! Vor Allem wenn man bedenkt, dass wir dort ungestört, weil vollkommen allein das Ambiente genießen konnten.

Zu einem Urlaub auf Mallorca gehört selbstredend auch ein Ausflug zum Balneario. Wir waren wirklich überrascht wie voll und wie ausgelassen die Stimmung bereits Mittags war. Die höchste Konzentration an Besuchern war tatsächlich am Ballermann 6 anzutreffen. Von dort aus wurde es in beide Richtungen des Strandes schnell ruhiger. Das Ballungszentrum erstreckt sich ziemlich genau von Balneario 5 bis 7.

Megarena am Ballermann

Megarena am Ballermann

Dort würde ich auch jedem davon abraten etwas zu essen. Wir versuchten zwei Mal mittags eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen und waren ebenso oft überrascht wie schlecht die simpelsten Speisen schmecken können. So gesehen lohnt es sich auf alle Fälle einige hundert Meter in Richtung Baleares 13 zu gehen und dort etwas zu bestellen. Doch davon abgesehen muss gesagt werden, dass der Strand hier sehr viel gepflegter wirkt als der Stadtstrand von Palma. Er wirkt feinkörniger, ist sauberer und auch im Wasser sind weniger Algen.

Befindet man sich bereits in der Nähe des Aquariums, so ist ein Besuch obligatorisch. Es gibt viele tolle Lebewesen der Meere zu sehen. Natürlich ist es traurig, dass sie alle in Gefangenschaft leben, doch der Anblick ist wirklich sehr, sehr schön und informativ.

Oktopus im Aquarium von Palma

Oktopus im Aquarium von Palma

Ein Teil des Gebäudekomplexes beschäftigt sich zum Beispiel mit den Problemen der Überfischung der Meere.

Was uns sehr gut gefallen hat war das Gruselkabinett – Museo de Cera. Es besteht aus einem kleinen Raum mit einigen Plastiken von berühmten Grusel-Figuren. Chucky die Mörderpuppe und der Clown aus den Saw-Filmen wurden hier hervorragend nachgebildet. Das Ambiente ist toll und auch von Außen macht der Eingangsbereich einiges her. Der Eintritt liegt bei nur einem Euro.

Außenansicht des Gruselkabinetts

Außenansicht des Gruselkabinetts

Wir versuchten es Abends, zahlten den Eintritt, wurden eingelassen und standen in einem Raum welcher komplett überfüllt war. Alles Spanier. So beschlossen wir, es am nächsten Tag gegen Mittag nochmals zu versuchen. Eine sehr gute Idee, wie sich herausstellen sollte. Wir waren mit dem Aufseher allein und obwohl wir kein Spanisch und er weder Deutsch noch Englisch sprach konnten wir ein paar Komplimente zurücklassen und uns zusammen von ihm vor den schaurigen Werken ablichten lassen.

Ein Ausflug mit der historischen Bahn nach Soller lohnt sich übrigens nicht. Dort angekommen, stellt man schnell fest, dass dort nichts unternommen werden kann, außer in einem Cafe zu sitzen oder die historische Bahn zum Hafen zu nehmen. Wir wollten ursprünglich wandern, stellten jedoch fest, dass Teile des Weges an einer relativ stark befahrenen Straße verliefen. Zudem war es auch sehr heiß, weshalb wir dann doch zum Hafen fuhren. Doch auch dort gibt es nicht viel zu erleben. Der Ausblick von oben in die Bucht ist wunderschön, doch sobald man sich satt gesehen hat kann man auch hier nur Essen gehen oder auf die Bahn zurück zur Stadt warten.

Blick auf den Hafen von Sóller

Blick auf den Hafen von Sóller

Letzteres wurde indes zur Geduldsprobe. Noch heute rege ich mich unermesslich über die maßlos schlechte Organisation vor Ort auf.
Die Straßenbahn fährt im Takt von 30 Minuten. Stets zwei Bahnen die direkt aufeinander folgen. Als wir nun fahren wollten, wollten auch sehr viele andere Touristen zurück, doch wir schafften es in eine der Bahnen. Nur um kurz darauf des Fahrzeuges verwiesen zu werden: Es war für eine Reisegruppe reserviert. Der Schaffner teilte uns mit, dass in 30 Minuten die nächste Bahn am anderen Gleis käme. Wir warteten: Das selbe Spiel. Und weitere 30 Minuten später nochmals. So standen wir über zwei Stunden an der Haltestelle bis wir endlich zurück in die Stadt durften. Auch der schöne Ausblick auf die Bucht und die Fahrt an sich können das nicht wieder wett machen. Zumal die gesamte Unternehmung wirklich kostspielig ist.

Am Rande sei erwähnt, dass Palma sich offenkundig sehr gut zum Einkaufen eignet: Ein Schuhgeschäft schließt sich an das nächste an, bis ein Damenbekleidungsgeschäft folgt. Diese Kette wird lediglich von Cafes und Eisdiele unterbrochen.

 

Kulinarisches

Da unser Plan mit der Halbpension aus den oben bereits beschriebenen Gründen nicht aufging, aßen wir täglich auswärts. Die Auswahl einer Gaststätte gestaltet sich dabei übrigens nicht so einfach. Die Auswahl ist immerhin enorm und so manches Lokal ist nicht besonders gut. Was sich für uns jedoch als Faustregel erwiesen hat ist, dass in belebten Restaurants die Speisen oftmals auch besser sind. Es scheint seinen Grund zu haben, dass es dort voll ist und nebenan nicht. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.
Ich kann auch nur dazu raten bei der Getränkebestellung immer die gewünschte Größe mit anzugeben. Ein Wasser kann schnell eine 1 Liter fassende Karaffe für 7 Euro auf den Tisch bringen. Es lohnt sich also meistens nach den verfügbaren Größen zu fragen und dann entsprechend zu bestellen. Das kann vielerorts auch in Deutsch erledigt werden. Die Gastronomie hat sich schon lange darauf eingestellt, dass ein sehr großer Anteil der Touristen aus Deutschland kommt.

Ich würde auf jeden Fall dazu raten auch etwas fern ab der belebten Innenstadt-Straßen zu speisen. Wir fanden ein sehr authentisches Lokal und genossen dort eher landestypische Speisen. Gelohnt hat sich auch der Besuch im vegetarischen Restaurant Bon Lloc in Palma. Leider war der Service eher schlecht und eine einzelne Bedienung musste den komplett besetzten Speiseraum betreuen, weil ihre Kollegin lieber mit den Gästen plauderte. Das Essen war jedoch sehr lecker, wenn auch nur in winzigen Portionen serviert wurde. Um satt zu werden muss man hier schon mehrere Gänge bestellen.

 

Allgemeine Kritik

Alles in Allem ist Palma auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer sich scheut weit zu fliegen oder auf Deutsch zur Kommunikation angewiesen ist, der ist hier goldrichtig. Das Wetter ist ziemlich gut und die Insel komplett touristisch erschlossen. Möchte man authentisch in den Urlaub, so finden sich auch hierfür die entsprechenden Ecken. Möchte man nur am Strand entspannen, so würde ich jedoch nicht dazu raten nach Palma zu reisen. Hierfür bieten sich andere Ortschaften sicherlich besser an, da der Stadtstrand nicht zum Entspannen einlädt und der schönere Abschnitt am Ballermann zu turbulent und lebhaft ist. Was uns auch gestört hat sind die zahllosen Straßenverkäufer, die unermüdlich versuchen ihren Plunder an den Mann zu bringen. Auch in den Restaurants ist man davor leider nicht sicher.

Abschließend bleibt nur noch festzuhalten, dass es zwei sehr schöne Wochen waren und ich jedem nur raten kann auch einmal in Palma de Mallorca Urlaub zu machen.

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